Kein Science-Fiction
Uraufführung, Repertoire
Dauer: 2 Stunden - keine Pause
- Xenia Noetzelmann / Kassandra / Kampfbund für Europa
- Aleksandar Radenković / Krieger / Mihajlo / Kampfbund für Europa
- Elena Schmidt / Kafka / Aerope, Agamemnons Mutter / Kampfbund für Europa
- Ingo Tomi / Agamemnon, ein junger Mogul / Kampfbund für Europa
- Gregor Kerkmann / Musiker
- Steffi Wurster
- Caroline Rössle-Harper
- Gregor Kerkmann
Die Burg, Hauptsitz der Firmengruppe Atreus: Kassandra, eine ehemals Fremde, nun perfekt Integrierte, ist wissenschaftliche Beraterin. Auf dem Gipfel ihres Erfolgs wird sie plötzlich von Geistern heimgesucht. Setzt Firmenchef Agamemnon ihre Visionen zunächst nutzbringend ein, werden sie bald zum Auslöser einer ernsthaften Krise. Währenddessen baut der rechte «Kampfbund für Europa» seine Macht aus und stellt Agamemnon vor eine Entscheidung. Kafka, eine junge Angestellte, sucht nach einem Ausweg aus der täglich stattfindenden Katastrophe. Auf Grundlage des Kassandra-Mythos entwerfen die Autorin Tine Rahel Völcker und die Regisseurin Nora Schlocker die Welt der Finanzmacht als Mykene und ein anderes Bild der Realität unserer Gegenwart.
Mit „Kein Science-Fiction“ feiert am Schauspielhaus ein bedrückend intensives Stück Uraufführung. Es gibt keine Ausflüchte, wir sind bereits mitten drin in der Katastrophe. Kassandra, die Seherin aus der griechischen Mythologie, Kassandra, die Fremde, ist angekommen im Hier und Jetzt. Als wissenschaftliche Beraterin der Firmengruppe Atreus nutzt ihr Chef Agamemnon ihre Fähigkeit, die Zukunft zu lesen, für seine Börsengeschäfte aus. Macht und Gier machen ihn taub für ihre Warnungen, die ungehört verhallen. WZ, 13.2.12
Der fiebrige Pulsschlag des Ensembles wirkt ansteckend. Das liegt auch daran, dass Zuschauerraum und Bühne eins werden. Der bedrückende Tunnel vom Einlass sieht von den Rängen aus wie ein zerschelltes Flugzeug. Darüber und dazwischen hetzt das ungemein wandlungsfähige Ensemble und verbreitet einen fiebrigen Pulsschlag, der auf das Publikum überspringt. Das zeigt sich am Ende entsprechend begeistert. WZ, 13.2.12
Die Zuschauer werden nicht mitgenommen. Sie sind es. FAZ, 13.2.12
Viel Applaus für das intensive Spiel des Mimen-Quartetts im Endzeit-Szenario. Ingo Tonis Agamemnon wandelt sich vom souveränen Chef in einen Verunsicherten, versteht nicht, warum der Markt sein Versprechen nicht einlöst. Schwarzhumorig ist seine Mutter gezeichnet, eine ältere, blonde Amy-Winehouse-Variante mit Whiskey-Glas, die sich als Inkarnation von Rosa Luxemburg sieht - wunderbar Elena Schmidt, die auch Kafka gibt, eine junge Frau, die sich der Arbeitswelt zu entziehen versucht. Sie trifft auf Radenkovics Serben, der in Europa - wie auch Kassandra - noch ein Versprechen sieht. Ruhr-Nachrichten, 13.2.12
Xenia Noetzelmann (Kassandra), Ingo Tomi (Agamemnon), Aleksandar Radenkovic (Mihaljo/Krieger) und Elena Schmidt (Kafka/Aerope) proben mit Hingabe den Spagat zwischen antikem Orakel und brutalem Markt. dpa, 12.2.12
Apocalypse genau jetzt
Finanzkrise, Fukushima, Straßenschlachten: Während die Welt mit Krisen kämpft, hat die Dramatikerin Tine Rahel Völcker ein Theaterstück über den Weltuntergang geschrieben. Uraufführung ist in Düsseldorf.
Interview mit Tine Rahel Völcker
www.spiegel.de
- Premiere
11. Februar, 19.30 Uhr
- 30. Mai, 19.30 Uhr
- 12. Juni, 19.30 Uhr
- 23. Juni, 19.30 Uhr
- 2. Mai, 19.30 Uhr
- 30. April, 19.30 Uhr
- 25. April, 19.30 Uhr
- 31. März, 19.30 Uhr
- 24. März, 19.30 Uhr
- 21. März, 19.30 Uhr
- 8. März, 19.30 Uhr
- 27. Februar, 19.30 Uhr
- 15. Februar, 19.30 Uhr
- 11. Februar, 19.30 Uhr











