Figaro
Repertoire
Dauer: 1 Stunde, 45 Minuten - keine Pause
- Moritz Führmann / Graf Almaviva
- Claudia Renner / Gräfin Almaviva
- Anna Kubin / Susanna
- Florian Jahr / Figaro
- Simin Soraya / Cherubino
- Stefanie Reinsperger / Barbarina
- Verena Reichhardt / Marcellina
- Steffen Schortie Scheumann / Bartolo/Antonio
- Henning Beckmann / Basilio (Live-Musiker)
- Kornelius Heidebrecht / Basilio (Live-Musiker)
- Kornelius Heidebrecht / Musikalische Leitung/Arrangements
- Klaus-Lothar Peters / Musikalische Einstudierung
Die Deutsche Oper am Rhein zeigt die Vorgeschichte zu Mozarts Hochzeit des Figaro: Giacchino Rossini komponierte 30 Jahre später sein genialisches Melodramma buffa Der Barbier von Sevilla.
Graf Almaviva hat alles erreicht: er besitzt ein Schloss mit Bediensteten, Garten und Gärtner, er hat gegen alle Widerstände seine große Liebe geheiratet. Aber der Graf will mehr und nutzt seine Machtposition, um sich erotische Abenteuer zu organisieren. Als sein Diener Figaro und Susanna, die Zofe der Gräfin, heiraten wollen, kommt es zum Eklat: der Graf will von Susanna nicht lassen, die Gräfin hält das alles nicht mehr aus, Figaro wehrt sich und setzt damit ein Verwirrspiel in Gang, das verdeckte Verletzungen, Begierden und Verunsicherungen freilegt.
Mann oder Frau? Diener oder Herr? Komödie oder Tragödie? Mozart und sein Librettist Da Ponte zerlegen 1786 in dieser grandiosen Oper lustvoll die Kategorien – und formulieren so die große Frage der Aufklärung nach den Grenzen der Freiheit als wahnwitziges „Tänzchen“ aus Intrige, Versteckspiel und Verkleidung.
Eine Oper im Schauspielhaus? Regisseur Markus Bothe sucht mit dem Ensemble nicht die Konkurrenz zum Nachbargenre. Ihm geht es um eine Entdeckungsreise in die politischen und psychologischen Verstrickungen, die dieser Stoff birgt. Mozarts Welt der verspielten Verschwendungssucht des Rokoko ist dem heutigen Lebensgefühl vor allem in einem verwandt: in dem diffusen Bewusstsein, am Ende einer Epoche zu stehen, ohne zu wissen, was kommt. Susanna jedenfalls fragt gleich im ersten Akt: „Großer Gott, wie geht das aus?“ Sehen Sie selbst.
Dieser „Figaro“ bewegt sich temperamentvoll zwischen Musik-, Sprechtheater und Slapstick. Geschmückt mit ihren prächtigen Perücken und Rokoko-Kostümen, agieren die Darsteller schrill und überzeichnend wie Comic-Figuren. Die Produktion besticht vor allem durch die Verbindung von Groteske und Akrobatik. Es vergeht kaum eine Minute ohne eine waghalsige Kletterpartie. Cherubinos Sprung aus dem Fenster erscheint da noch als die leichteste Übung. WZ, 2.1.2012
Regisseur Markus Bothe arbeitet stärker als im Musiktheater das Handlungsgerüst heraus und stützt sich dabei, wie Mozart, auf das Libretto von Da Ponte. Markus Bothes Inszenierung und Bearbeitung bietet gute Unterhaltung, ein Besinnen auf den Schauspielanteil, der im Opernalltag so oft verloren geht, weil eine Plattform für brillante, sangesfreudige Akteure geschaffen wird. Außerdem erinnert die Inszenierung daran, dass ein aktuelles Werk von der sozialen Sprengkraft eines „Figaro“ auf deutschen Bühnen heute fehlt. Welt kompakt, 2.1.2012
Markus Bothe, 2010 für seinen „Parzifal“ mit dem Theaterpreis Faust bedacht, inszeniert im Schauspielhaus Düsseldorf Mozarts Opera Buffa „Le nozze di Figaro“ als farblich und musikalisch abgestimmte Rokoko-Miniatur. Ein unterhaltsamer Opernabend, der gar keiner ist. So wird gekuppelt und gekebbelt, pausenlos tritt jemand auf und ab. Musiker fallen mit Pauke und Trompeten durch Wände. Und mittendrin steht der Mops und wedelt mit dem Schwänzchen. Am Ende sind die Perücken derangiert, die Rüschen verknautscht und das Ensemble trägt die Wand in 30 Teilen davon. Fort mit den Standesgrenzen. Das ist völlig chaotisch, schön bunt und musikalisch anrührend. Spaß macht es auch. Nach zwei pausenlosen Stunden gibt es jede Menge verdienten Applaus: 100 Bravos fürs Ensemble, 200 für den Hund. NRZ, 2.1.2012
Die Bühne hat Robert Schweer als geschlossenen Raum gebaut; in die hohen, ornamental tapezierten Wände hat er genial verdeckte Öffnungen eingelassen fürs ausgelassene Spiel. Am Boden wurde edles Intarsienparkett verlegt. Es gibt keine Möbel, nur Instrumente. Zehn Menschen stellen sich eingangs in einer Reihe auf. Und sie sehen toll aus, die Frauen und Männer, deren Mimik unter dickem Puder gefriert, deren wallende Perücken allen kommenden Bäumchen-wechsel-dich-Spiele dienen. RP, 2.1.2012
Für schnelle Abgänge und Verstecke hat Robert Schweer einen Halbkreis gebaut, der mit einem überbordenden Rankenmuster verziert ist und aus Türen und kleineren Durchlässen besteht. Ansonsten zieren nur zwei Cembali, die von Kornelius Heidebrecht und Henning Beckmann gespielt werden, die Bühne. Und wenn eine Militärkapelle gebraucht wird, greifen auch die Mimen zu Instrumenten. Ein heiter-ausgelassener Theaterspaß. www.ruhrnachrichten.de, 1.1.2012
- Premiere
30. Dezember, 19.30 Uhr
- 27. Mai, 19.30 Uhr
- 6. Juni, 19.30 Uhr
- 24. Juni, 19.30 Uhr
- 29. Juni, 19.30 Uhr
- 16. Mai, 19.30 Uhr
- 12. Mai, 19.30 Uhr
- 7. Mai, 19.30 Uhr
- 3. Mai, 19.30 Uhr
- 26. April, 19.30 Uhr
- 22. April, 19.30 Uhr
- 19. April, 19.30 Uhr
- 15. April, 19.30 Uhr
- 17. März, 19.30 Uhr
- 11. März, 19.30 Uhr
- 4. März, 19.30 Uhr
- 10. Februar, 19.30 Uhr
- 9. Februar, 19.30 Uhr
- 5. Februar, 19.30 Uhr
- 27. Januar, 19.30 Uhr
- 17. Januar, 19.30 Uhr
- 13. Januar, 19.30 Uhr
- 8. Januar, 19.30 Uhr
- 4. Januar, 19.30 Uhr
- 1. Januar, 19.30 Uhr
- 31. Dezember, 19.00 Uhr
- 30. Dezember, 19.30 Uhr












