Der Prozess
Fassung von Alexander Artemov und Dimitrij Yushkov
Dauer: 3 Stunden - eine Pause
- Carl Alm / Josef K.
- Jonas Anders / Franz 2
- Markus Danzeisen / Aufseher
- Christian Ehrich / Bankdirektor Stellvertreter
- Betty Freudenberg / Leni
- Claudia Hübbecker / Mutter von K.
- Bettina Kerl / Fräulein Bürstner / Stimme
- Moritz Löwe / Franz 1
- Dirk Ossig / Onkel Albert
- Taner Sahintürk / Kaufmann Block
- Pierre Siegenthaler / Maler Titorelli
- Sven Walser / Advokat
- Patrizia Wapinska / Fräulein Bürstner / Stimme
- Konstantin Shchepanovski
- Jean-Mario Bessière

Kafka – das sind Träume einer im Sterben liegenden Menschheit. Ein Aufbäumen absterbenden Bewusstseins. Ein Griff danach, was schon nicht mehr ist und nicht mehr sein wird. Hoffnung wird zu Tod, daraus ersehnte Freiheit.
Andrej Mogutschi
Hochvergnügt ließ der begnadete Vorleser Franz Kafka seine Freunde erschaudern, wenn er neue Kapitel aus seinem Romanentwurf Der Prozess vortrug. Was andere entsetzte, amüsierte ihn teilweise so sehr, dass sich seine Heiterkeit in Überschwänglichkeit steigerte. Eine Eigenschaft, die man an Kafka sonst vermisste. Seine weltberühmt gewordene Geschichte vom Prozess gegen den ersten Prokuristen Josef K. ist Fragment geblieben. In immer wieder neuen Anordnungen sind die in seinem Nachlass überlieferten und eigentlich zur Vernichtung vorgesehenen Hefte veröffentlicht worden. Der russische Regisseur Andrej Mogutschi spürt der Verwicklung des Romanhelden Josef K. in Widersprüche um Fragen der Schuld und der Unschuld ebenso nach wie den ganz persönlichen Lebenslinien Kafkas. Die Untersuchung seiner Briefe und sogenannter amtlicher Schriften aus Kafkas Berufsalltag betreibt auch er als einen Prozess.
Andrej Mogutschi, geboren 1961 in Leningrad (St. Petersburg), ist einer der innovativsten Theaterregisseure Russlands. Von der experimentellen Arbeit mit seiner eigenen Truppe, als Formalny Teatr 1989 gegründet, über Oper, Neuen Zirkus, Massenspektakel bis hin zu Arbeiten an großen Schauspielhäusern Russlands, setzt er Klassiker und zeitgenössische Stücke formenreich in Szene. Die FAZ beschrieb ihn als «visionären Poeten». Wichtige Stationen sind seine Straßenperformance von Orlando Furioso in St. Petersburg, die international viel gezeigte und ausgezeichnete Inszenierung von Sascha Sokolows Schule der Dummen sowie eine Boris Godunow Operninszenierung im Hof des Kremlpalastes. Seit 2004 ist er Hausregisseur am Alexandra-Theater in St. Petersburg. Er erhielt mehrmals Die Goldene Maske, den wichtigsten russischen nationalen Theaterpreis. Im Jahr 2011 wurde er mit dem Europäischen Preis für Neue Theaterrealität geehrt.
Mogutschi hat den Inhalt mit den Autoren Alexander Artemov und Dimitrij Yushkov verschlankt, in Bilder übersetzt und bringt ihn als Szenenfolge „nach Kafka“ auf die Bühne. Zugrunde liegt ein rein ästhetisches Konzept, konsequent verfolgt. NRZ, 17.9.12
Im Düsseldorfer Bühnenbild schweben die Schauspieler wie Marionetten, die Bühne dreht sich wie ein Karussell, große Wattewolken hängen von der Decke, Kakerlaken-Schatten laufen massenweise über eine weiße Wand. Am Schluss hieß es von einigen anerkennend: „Richtig Theater!“ dpa, 16.9.12
- Premiere
15. September, 19.30 Uhr
- 22. Juni, 19.30 Uhr
- 9. Mai, 19.30 Uhr
- 7. April, 19.30 Uhr
- 4. April, 19.30 Uhr
- 21. März, 19.30 Uhr
- 20. März, 19.30 Uhr
- 13. März, 19.30 Uhr
- 6. Februar, 19.30 Uhr
- 5. Februar, 19.30 Uhr
- 19. Januar, 19.30 Uhr
- 18. Januar, 19.30 Uhr
- 27. Oktober, 19.30 Uhr
- 25. Oktober, 19.30 Uhr
- 24. Oktober, 19.30 Uhr
- 23. Oktober, 19.30 Uhr
- 3. Oktober, 19.30 Uhr
- 30. September, 18.00 Uhr
- 22. September, 19.30 Uhr
- 21. September, 19.30 Uhr
- 17. September, 19.30 Uhr
- 16. September, 19.30 Uhr
- 15. September, 19.30 Uhr

















