Nichts. Was im Leben wichtig ist

Von Janne Teller

Aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler / Für die Bühne bearbeitet von Andreas Erdmann

Ab 13 Jahren

Repertoire, Deutschsprachige Erstaufführung

Dauer: 1 Stunde, 30 Minuten - keine Pause


Besetzung / Team
Kostüme
  • Anika Marquardt
Musik
  • Mart Barczewski / Musikalische Leitung und Einstudierung
Dramaturgie
Kurzinhalt
Der Jugendroman Nichts. Was im Leben wichtig ist der dänischen Erfolgsautorin Janne Teller ist eine ungewöhnliche Parabel über den Sinn des Lebens. Pierre Anthon kommt nicht mehr zur Schule. Weil nichts auf der Welt eine Bedeutung habe, meint er, lohne es nicht, irgendetwas zu tun. Seine Mitschüler wollen ihm das Gegenteil beweisen.

Inhalt

Pierre Anthon kommt nicht mehr zur Schule. Weil nichts auf der Welt eine Bedeutung hat, meint er, lohne es nicht, irgendetwas zu tun. Er sitzt im Pflaumenbaum und spuckt mit Kernen. Das will seine Klasse nicht hinnehmen – schließlich hat doch so Vieles Bedeutung. Oder nicht? Unschlüssig stehen die Klassenkameraden unter dem Baum. Wie können sie ihm beweisen, dass das Leben die Mühe lohnt runterzukommen? Dass sie alle eine Zukunft vor sich haben? Sie sind doch gerade mal in die 7. Klasse gekommen, und Pierre Anthon redet von Sinnlosigkeit und Sterben. Aber womit erklärt man Bedeutung? Alle stellen fest, dass für jeden etwas Anderes wichtig ist und beginnen, einen «Berg aus Bedeutung» anzuhäufen. Doch je größer der Berg wächst, desto größer werden auch die Opfer, die er fordert. Die verzweifelte Suche nach Bedeutung wächst sich zu einer schmerzhaften Mutprobe aus.

Der Roman der dänischen Autorin Janne Teller war, als er 2000 erschien, wegen seiner Drastik umstritten, wurde gleichzeitig von Lehrplänen verbannt und mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Im Sommer 2010 wurde er auch in Deutschland veröffentlicht und ist inzwischen eines der häufigsten Abiturthemen in Dänemark.

Janne Teller, geboren 1964 in Kopenhagen, arbeitete als Makroökonomin für die EU und die UNO, bevor sie Schriftstellerin wurde. Neben Nichts hat sie Odins Insel, Krieg. Stell dir vor, er wäre hier, Die sieben Leben der Katze und Korn veröffentlicht. Ihr Werk ist in dreizehn Sprachen übersetzt.

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Pressestimmen
Der Mut zu diesem streitbaren Sujet und eine Riege junger, höchst agiler Schauspieler macht neugierig auf das, was kommen wird. ... Für die einen wirft das Jugendbuch "Nichts. Was im Leben wichtig ist" große existenzielle Fragen auf. Andere meinen, es sei nur schädlich. Der Streit brach bereits 2001 los. Damals, als Janne Tellers Roman erschien - über Jugendliche, für die nichts mehr von Bedeutung ist. Die düstere Geschichte einer Gruppe von drei Mädchen und drei Jungs, die mit dem Mord an ihrem Rädelführer endet, wurde jetzt erstmals auf die Bühne gehievt. In der Bearbeitung von Andreas Erdmann und in der agressiv keuchenden Inszenierung von Marco Storman erlebt der Roman im Jungen Schauspielhaus jetzt seine umjubelte Uraufführung. Vielleicht ja ein gutes Omen für die neue Leiterin Barbara Kantel, die mit dem umstrittenen Stück ihre erste Spielzeit eröffnet. NRZ, 15.10.2011


Es wird viel und schnell gesprochen. Hört man genau hin, dann geht es um die Lebensfragen, um Selbstzweifel, Liebe und Lügen, um Maximierung von Gefühlen und Angst vor Verlust. Alle sind wie elektrisiert, fordern und leisten immer noch Größeres, Unmenschlicheres, um Bedeutungsbeweise zu erbringen. Die Jugendlichen entwickeln ungeheures agressives Potential. Die Enttäuschung der Schüler über die verlorene Bedeutung schlägt in Wut um: Sie lynchen Pierre Anthon. Verhaltene Reaktion nach 90 Minuten. Rheinische Post, 15.10.2011


Genau das hofft man, wenn 13-jährige Zuschauer damit entlassen werden. WZ, 15.10.2011

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Junges Schauspielhaus – Münsterstraße 446
  • Premiere
    13. Oktober, 19.00 Uhr
     
Daten Archiv
  • 9. November, 11.00 Uhr
  • 8. November, 11.00 Uhr
  • 15. Juni, 19.30 Uhr
  • 10. Mai, 19.00 Uhr
  • 9. Mai, 11.00 Uhr
  • 8. Mai, 11.00 Uhr
  • 27. April, 11.00 Uhr
  • 26. April, 11.00 Uhr
  • 25. April, 11.00 Uhr
  • 29. März, 19.00 Uhr
  • 28. März, 11.00 Uhr
  • 27. März, 11.00 Uhr
  • 29. Februar, 11.00 Uhr
  • 6. Februar, 19.00 Uhr
  • 25. Januar, 11.00 Uhr
  • 24. Januar, 11.00 Uhr
  • 23. Januar, 19.00 Uhr
  • 10. Dezember, 19.00 Uhr
  • 3. Dezember, 19.00 Uhr
  • 2. Dezember, 11.00 Uhr
  • 26. November, 16.00 Uhr
  • 19. November, 19.00 Uhr
  • 18. November, 11.00 Uhr
  • 17. November, 11.00 Uhr
  • 16. November, 11.00 Uhr
  • 15. November, 19.00 Uhr
  • 1. November, 19.00 Uhr
  • 28. Oktober, 19.00 Uhr
  • 18. Oktober, 19.00 Uhr
  • 15. Oktober, 19.00 Uhr
  • 14. Oktober, 11.00 Uhr
  • 13. Oktober, 19.00 Uhr